Quellen: APS, Kölner Stadt-Anzeiger, 23.01.1988

Jungfrau Josefa haute kräftig auf den Putz, als das erste Dreigestirn von Lorbach die Bühne einnahm.
Foto: Marion van der Kraats
Lorbacher feierten ihr Dreigestirn
Stramme Mannsbilder sorgten für Stimmung
von Marion van der Kraats
Lorbach (mk) - „Trotz Dollar, Nukem und Börsenknall:
ganz Lorbach feiert Karneval" — Die Lorbacher lassen sich ihre Laune nicht vermiesen, mit Klamauk und Trara feierten die Jecken am Samstag in der ehemaligen Schule.
Grund zum Feiern gab's: Die Lorbacher haben ihr erstes Dreigestirn. Seine Tollität Prinz Matthias I. (Jansen), Jungfrau Josefa (Josef Breuer) und Bauer Manni (Manfred Kreuser) geben sich die Ehre - das närrische Volk folgt ihnen willig. In Begleitung des Hofstaates, die feschen Fun-kemariechen Michaela, Anja, Bettina und Sonja Evertz sowie Anita Breuer, eroberten die Majestäten die Herzen der Gäste im Sturm.
Mit einem bunten Programm unterhielt der TuS Lorbach die Gäste. Sitzungspräsident Josef Steffens konnte einige Leckerbissen präsentieren. Das Mädchenballett Lorbach ließ die Beine wirbeln und Röckchen schwingen — in den Augen der männlichen Zuschauer begann es zu blitzen. Da musste das Männerballett Lorbach sich anstrengen, um mithalten zu können. Doch eins war sicher: die Lacher hatten die strammen Mannsbilder auf ihrer Seite.
Deftiges und Vergnügliches kam aus der Bütt. Ob „Ne Jemütliche" (Albert Ferber), „Ne arme Ehemann" (Peter Evertz), „Ne arme Deufel" (Günter Steffens), „Ne Tupmann" (Franz Hess) oder „Ne dolle Tünn" (Toni Nießen) — die Humoristen brachten das Publikum mit Kalauern und Witzen in Stimmung.
„De Schmal und de Schwer" (Dieter Friedrichs und Toni Bartsch) reihten sich mit ihrem Vortrag in diesen Reigen. Munteren Gesang lieferte das Trio Daniela Glehn, Sonja Latz und Petra Keischgens als „Die Krohlbachlerche".
Kaum losgelassen gab Jungfrau Josefa lockere Sprüche zum Besten. „Unsere Dekoration ist Spitze — der Gürzenich ist dagegen 'ne Markthalle", lobte sie die Arbeit von Dekorateur Willi Ziegler. Auch der Sitzungspräsident bekam sein Fett weg: „Der hat sein Zeitgefühl verloren — die Kindersitzung ist doch erst nächste Woche!"
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