Die Landschaft prägt ihre Menschen - so auch die Lorbacher in ihrer bergigen Nordeifelheimat. Das galt besonders früher, weil die Menschen des kleinen Eifeldorfes bei ihrer bäuerlichen Tätigkeit auf die Äcker und Wiesen des dörflichen Umfeldes angewiesen waren. Reichte das nicht zum Lebensunterhalt, fanden viele Lorbacher als Bergarbeiter guten Lohn bei der nahgelegenen Bleihütte der Mechernicher Gewerkschaft vor allem zwischen 1850 und 1957 - trotz einigem Auf und Ab. Die so "erzwungene Sesshaftigkeit" steht im starken Gegensatz zur heutigen Mobilität und Fluktuation der dörflichen Bevölkerung.
Mehr hierzu unter "Brot und Lohn".
Die Menschen prägen ihre heimatliche Landschaft! Zwar eine Binsenweisheit, aber lohnend, sich an einem überschaubaren Beispiel wie Lorbach anzuschauen. Häuserbau, Straßen und Wegeführung, Nutzung der Flur in der Umgebung, Flur- und Grundstücksgrenzen, Namen der Eigentümer, Chrakteristisches vor Ort, die "amtlichen" Bezeichungen (zeitweise in französicher Umschreibung) und vieles mehr beeinflussten die Namensgebung.
Peter Stoltz, der jahrzehntelang die dörfliche "Geschichte" erforscht und niedergeschrieben hat, hinterließ uns dazu akribisch ausgearbeitete Unterlagen (Archiv Peter Stoltz: APS), die mit den modernen Medien aufgearbeitet werden können.
(HSL) |